Denglisch

Sicher gehöre auch ich zu der Generation die über Ottos „English for Runaways“ gelacht hat. Eigentlich zieht sich das durch das ganze Leben. Das „ I think it thunders“ meiner Schwester gehört heute noch zu unserem täglichen Sprachgebrauch.

Unlängst bin ich auf „forbetteryourenglish“ gestoßen und ich muss sagen, ich habe mich ein wenig geärgert nicht selbst auf solche Sprüche gekommen zu sein. Denn: ich bin very British verheiratet und forbetter mein English auch nach elf Jahren noch jeden Tag.
“Now we have the salad“ , „I wish you what“ und „Lucky Mushroom“ bzw. „Unlucky Bird“ sind bereits so in unseren Alltag eingezogen, dass wir beide gar nicht mehr wissen, ob das nun richtig oder falsch ist. Generell ist es grade für meinen Angetrauten manchmal schwierig, sich vernünftig mit Engländern zu unterhalten, obwohl Englisch weiterhin arbeitsbedingt seine Hauptsprache ist.
Wahrscheinlich mischen wir der Einfachheit halber unsere beiden Sprachen und reden tatsächlich Denglisch. Uns fällt das nur auf, wenn andere sich über unser Gespräch amüsieren. „I go einkaufen“ oder „I clean the Wohnzimmer and than I am fertig“ sind alltägliche Dinge, die man hier so hört. Dann gibt es noch so Ausdrücke, die wir am Anfang der Beziehung einfach nicht besser wussten. „Das ist stimmt“ konnte ich meinem Mann abgewöhnen, es war einfach zu süß. Mir konnte ich es aber angewöhnen. Genauso süß fand er meine „Hickhacks“ statt hiccup und so hat sich auch das bei uns eingebürgert.
Meist ist es wirklich lustig, wie wir hier so täglich reden. Doch es gibt auch peinliche Situationen – z.B. wenn man in der Werkstatt nicht mehr die ÖlPfütze sondern die Oil-Fotze unterm Auto hat.
In diesem Sinne…
Ge-have you well!
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