Willkommen 2016

Zwar bin ich nicht das, was man ein Mathegenie nennt, doch ich arbeite gerne mit Zahlen. Ich zähle auch alles! Das ist schon keine kleine Macke mehr, das ist ein Tick. Ich zähle jedes Gurkenstück, das ich schneide, jeden Schritt, den ich gehe, jeden Schnitt beim Stoffe zuschneiden, jeden Strich beim Butterbrot schmieren, jedes Wäschestück vor und nach dem Waschen, auf Toilette zähle ich so lange, bis ich fertig bin. Und immer muss eine grade Zahl herauskommen, ansonsten pfriemel ich mir das auch noch zurecht. Geburtsdaten werden in der Quersumme analysiert und jedes Jahr rechne ich eben diese aus und male mir im Kopf ein Bild, was das zu bedeuten hat.

2016 befinden wir uns im Jahr 9. Die neun hat für mich in der Zeit immer die Bedeutung, es geht bald etwas zu Ende und macht für Neues Platz. Nummerologisch steht diese Zahl allerdings für „Zeit der Besinnung“. Und da befinde ich mich freiwillig seit des letzen Jahreswechsels. Die Zahl 8 hatte mir damals bereits einen Schauer über den Rücken laufen lassen. Acht steht für unendlich und unendlich lang schien mir der Weg der letzten Monate.

Als ich mein Cluster rund um 2016 kritzelte, fielen mir lediglich Worte oder Ereignisse ein, die mich auf den ersten Blick nicht grade frohlocken ließen.
Ich werde 40! Meine Mamsell wird schon 10, für sie steht die Entscheidung für den Schulwechsel im nächsten Jahr an und das bedeutet für mich, ich sollte mir nun ernsthaft Gedanken über eine Arbeitsstelle machen. Das war mein Plan: wenn die Jüngste auf die weiterführende Schule geht, dann gehe ich wieder arbeiten. Nun isses soweit….

Mein Holder und ich befinden uns im verflixten dreizehnten Jahr seit unseres Kennenlernens, ab September sind wir in eben diesem verheiratet.
Seit sechs Jahren wohnen wir in einem schlecht sanierten Haus und ebenso lange kämpfen wir um unser Recht.
Im nächsten Jahr habe ich einen Teenie-Sohn…

Wie so Vieles liegen auch meine Gedanken im Auge des Betrachters!

Wenn alles gut geht und die gestrige Sense beim Bleigießen doch eine Note war und mein Jahr musikalisch sehr erfolgreich wird, dann DARF ich dieses Jahr meinen vierzigsten Geburtstag feiern. Das ist nicht selbstverständlich, das ist einfach nur schön, genial, super, geil!
Der zehnte Geburtstag meiner Tochter ist für sie der bisher spannendste. Das sagt mir die Erfahrung. Die Bestimmung ihrer zukünftigen Schule ist schon seit einer langen Weile ihr geliebtes Thema und es ist doch schön, dass sie voller Freude darüber ist!
Wieder arbeiten zu gehen, ist in meinem Alter auch nicht die schlechteste Idee. Ich fürchte mich auch nicht vor der Arbeit, eher vor der riesen Umstellung, nach nunmehr zwölf Jahren als Leitung meines kleinen Familienunternehmens. Ich kann nicht mehr über alles bestimmen, muss mich unterordnen…nein, Spaß bei Seite! Das wird sicher eine Herausforderung…aber ohne diese wäre das Leben langweilig und der Gedanke daran, nicht nur für Familie, Katzen, Haus und Hof da zu sein, lässt in mir freudige Gefühle wie zu Weihnachten aufkommen.
Auch wenn ich gerne mit Zahlen lebe, die Dreizehn gehört nicht zu denen, die mir Angst macht. Viele Höhen und Tiefen gab es in den letzten Jahren, warum sollten der Holde und ich das nicht auch in dieser aberglaubelastigen Zeit schaffen?

Das Haus…der Stress mit Anwälten und Gericht gehört zum Alltag. Vor den wichtigen Terminen gibt es Bauchweh und viele Tränen, danach finden wir uns seit so langer Zeit einfach damit ab, dass neue Gutachten verlangt werden. Wir sind im Recht, das hat sogar das Gericht bereits bestätigt. Mittlerweile dreht es sich lediglich darum, wie der Schaden berechnet werden kann. Gut Ding will Weile haben. Und viel wichtiger ist doch eigentlich, wir wohnen in unserem Haus. Der Traum ging in Erfüllung, äußerlich sieht man den Pfusch nicht, wir frieren halt eben mehr als andere…aber wir wohnen hier gemeinsam!

Tja, der Teenie-Sohn. Das fiel mir ein, weil der Master schon sehr große Töne spuckt und mit seinen ja immerhin noch elf Jahren sehr, sehr seltsame Wandlungen hat. Doch 13 wird er erst im nächsten Jahr…sogar im letzten Drittel! So habe ich noch Zeit mir darüber den Kopf zu zerbrechen. Mein Großer ist toll so wie er ist. Das haben meine Eltern schließlich auch in jedem Alter über mich gesagt. Und einfach war ich sicher nicht immer!

Sodale, 2016! An die Zweitausend habe ich mich bereits lange gewöhnt, das Wort klingt gut; so erhaben, aber nicht mehr besonders! Sechzehn…die Sechzehn ist neu und erinnert mich an meine eigene Jugend. Und grade an die zwei Jahre vor meinem achtzehnten Geburtstag habe ich schöne Erinnerungen. Sechzehn ist für mich ein Glücksgefühl pur. Demnach gehe ich voller Vorfreude an dieses neue, unverbrauchte, reine Jahr heran. Ich mag mich wiederholen, doch soweit es in meiner Macht steht, werde ich das Beste draus machen. Was ich nicht beeinflussen kann, kann ich nicht ändern. Ich nehme es hin. Wenn man in der Position ist, selbst aus schlechten Erfahrungen das Gute mitzunehmen, dann bleibt einem bald schon nichts mehr anderes übrig, als positiv in die Zukunft zu blicken.

NEUN! In neun steckt auch neu. Entweder besinne ich mich in diesem Jahr auf alles Neue, was eigentlich erst im nächsten Jahr auf mich zukommt oder … ach nein! Ich möchte nicht nochmal davon anfangen mich zu re-booten, re-seten, neu zu starten. Ich besinne mich schlicht auf das, was mir bereits immer wichtig war, denn neu ist jeder Tag, den wir erleben dürfen. Neu und spannend!

Und da ich auch oft englisch denke und die Neun eben in der anderen Sprache NEIN ausgesprochen wird: Ob es ein Vorsatz ist, weiß ich nicht. Doch ich möchte in Zukunft mehr NEIN sagen!

Wie schon vorher geschrieben: es liegt alles im Auge der Betrachtung. Wenn man nachdenkt, dann kann man sich alles schön reden. Manche nennen das naiv, ich selbst sage: „Mir sind es die Kopfschmerzen nicht wert, immer nur schlecht zu denken. Durchatmen und klar denken kann ich am besten, wenn die Wolken in meinem Kopf rosa sind und nicht schwarz!“

In diesem Sinne:
Ich wünsche euch allen ein tolles 2016!

Gehabt euch wohl!

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