Kindergeburtstag…

…ist auch nicht mehr das, was er mal mal.
Ich erinnere mich an früher – es gab Spaghetti Bolognese, Würstchen mit Pommes, Frikadellen auf Brötchen (meine Kinder können nicht glauben, dass zu meiner Zeit Hamburger nicht wirklich bekannt waren), Pizza mit viel Salami, Schinken und Kääääse…Kuchen, Süßigkeiten, Limo – und am nächsten Tag wieder Wasser, Obst und Gemüse.

Am Wochenende feierte mein Mamsellchen ihren 9. Geburtstag mit den Freundinnen. In diesem Jahr wagten wir das Experiment Übernachtungsparty, welche sich wie vorhergesehen als kleine Zickenparty herausstellte. Doch die Kinder hatten Spaß, das ist es, was zählt.

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Nun ist bereits bei Kindern eine veränderte Ernährung erkennbar. So hat mein Mädchen drei vegetarische Freundinnen. Das ist für mich vollkommen in Ordnung! Nur war die Planung für das Abendessen etwas kompliziert. Denn trotz fleischfreiem Essen, stehen nicht alle Kinder auf Gemüse. Und Pizza nur mit Soße und Käse mögen sie auch nicht. So überlegten wir hin und her und dann fiel es mir wie Schuppen von den Fischen: wir selbst essen sehr gerne Haferflockenfrikadellen.

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Da meine drei Liebsten echte Fleischfresser sind, habe ich mir die letzten Jahre immer mal wieder Alternativen gesucht, die schmecken und keinen Unterschied zur echten Fleischvariante machen. Sojabolognese oder -geschnetzeltes, Grünkernbratlinge, Chili sin Carne, Klopse aus roten Bohnen, und so weiter und so fort. Die Haferflockenbuletten sind aber der Renner bei uns. Recht häufig brate ich einfach eine Ladung und sie landen dann als Aufschnitt auf dem Schulbrot oder neben Kartoffeln und Rotkraut auf dem Teller.
Was ich nicht zu glauben wagte, sich aber als absoluter Hochgenuss für meine Gaumen herausstellte: diese Frikadellen mit Salat, Tomaten, Gurken, bisschen Ketchup und viel Senf zwischen zwei getoasteten Vollkornbrotscheiben sind nicht nur die gesündere Burgervariante, sie schmecken auch noch gut. Und zwar den Alten wie den Jungen.
So entschieden wir uns also für Hamburger, mit richtigen Buns und vegetarischem Fleisch.

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Hätte ich den Damen nicht die gesagt, worum es sich bei diesem anders aussehenden faschierten Laibchen handelt, dann hätte ich mir das Braten der Rinderhacksteaks sparen können. Es schmeckte fast allen kleinen Gästen. Sogar das Gemüse bzw. der Salat wird im Fastfoodfalle gegessen.

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Und das sollte man den Kindern von heute zu Gute halten: zwar essen nicht alle gerne Obst und Gemüse, doch probierfreudig sind sie. Wobei ich bereits die Erfahrung gemacht habe, viele der kleinen Wesen sagen einfach, sie äßen „den gesunden Kram“ nicht. Das gehört zum Kampf, sich zu behaupten.

Woher das Grundrezept stammt, kann ich leider nicht angeben. Eine Freundin hatte es von einer Bekannten, die von der Mutter des Freundes ihres Mannes einst damit verköstigt wurde. Vielleicht habe ich es auch aus dem Internet, ich weiß es wirklich nicht mehr!

Für vier Portionen des Grundrezeptes benötigt man – ich persönlich würde bei vier Personen lieber die Menge für sechs Portionen wählen ;)

  • 160 gr    Haferflocken
  • 1            Zwiebel
  • 300 ml   Gemüsebrühe

Zwiebel anschwitzen, die Haferflocken untermischen, mit der Brühe aufgießen. Auf schwacher Flamme kurz köcheln und ziehen lassen, bis das Wasser verkocht und eine breiige Masse entstanden ist. Ich habe es sowohl mit feinen als auch mit kernigen Flocken versucht, ebenso mit den Flöckchen aus der Karnevalshochstadt, sowie mit den günstigen und dennoch guten. Es macht für mich keinen Unterschied. Wichtig ist, die Masse muss komplett erkalten, bevor man sie zu Frikadellen verarbeitet.
Ich knete noch Petersilie, geraspelte Möhren und Zucchini darunter und würze mit Majoran, Chayennpfeffer, Thymian und Paprikapulver. Auch gebe ich im Verhältnis wie bei Hackfleisch ein Ei dazu, weil sie saftiger werden und nie auseinander fallen. Beim Grundrezept tun sie das nämlich manchmal.
Dann formen und braten, verzehren. Allerdings ist uns mal aufgefallen, diese Bratlinge schmecken noch besser, wenn man sie zum zweiten Mal aufwärmt. Kalt sind sie geschmacklich auch sehr gut, vielleicht etwas matschelig.

Zum Frühstück gab es den Geburtstagskuchen.

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Schokokuchen ist allseits beliebt und dieser hier ist auch noch gelingsicher.

Als Mottokuchen wünschte sich mein Mädchen im Dezember zum richtigen Geburtstag ein Pferd, die Jahre zuvor waren es Prinzessinnen. Sollte sie haben, denn das ist noch fast das beste an dem Schokoladenkuchen: man kann ihn rund und eckig backen, gugelhüpfig, dann nach Lust und Laune verzieren – und weiterhin bleibt er gelingsicher.

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Ich hatte ein bisschen mit der dunklen Schokolade beim Verzieren getröpfelt und es den Gästen so verkauft, dass ein Schimmel auch nur nach dem Waschen ganz weiß ist.

Sieh an, nun habe ich sogar auch mal etwas aus meiner Küche gepostet.

In diesem Sinne:

Seid probierfreudig und esst das, was euch am besten schmeckt

Gehabt euch wohl!

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