Gedanken brechen Schranken

Kehrt am Abend Ruhe ein,
will der Tag beendet sein.
Kommen einige Gedanken,
in den Kopf, überwinden Schranken.

Möchte sie nicht in mir haben,
war der Tag doch froh und heiter.
Doch mich an die Trauer zu wagen,
bringt mich höher, bringt mich weiter.

Mein Kopf sich Leid und Qual zusammen spinnt,
das Herz mir bald aus dem Halse springt.
Die Angst mir fast den Atem nimmt,
ein Tränenmeer aus meinen Augen rinnt.

Die Kniee zittern, mein Körper tut weh.
Das Gesicht ist verzehrt, weil ich noch weiter geh.
Ich sehe die Blumen auf meinem Grab…
und dann fällt mir ein, was ich vergessen hab.

Mir geht es doch gut, ich fühl mich frisch und gesund.
Gesprochene Worte kommen aus meinem Mund.
Ich kann einen Fuß vor den anderen setzen,
meine Gedanken sortieren, aufschreiben und vernetzen.

Der Tod gehört zum Leben, das kann ich nicht abstreiten.
Er sollte dennoch nicht meinen Alltag begleiten.
Ich richte mich grade und atme tief ein,
Es wäre sicher schade, würde ich nicht mehr sein.

Ich bin da – im im Hier und Jetzt, habe keinen Grund zu gehen.
Wie lange das noch so ist, das werden wir erst in der Zukunft sehen!

Dezember 2015

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