Chili ge-wrapped

Wir essen gerne ausländisch. Am liebsten asiatisch, natürlich italienisch und ebenso südamerikanisch. Jetzt überlege ich grade, ob auch französisch auf unserem Speiseplan steht – Frösche und Schnecken mag ich nicht mal probieren.

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Zu einem meiner eigenen Lieblingsgerichte gehört Chili con Carne. Dabei kommt es mir nicht auf das Fleisch an, sin Carne mag ich auch. Gäste verköstige ich gerne mit einem geschichteten TortillaChips-Chili-Auflauf und aus den Resten gibt es bei uns Chili-Wraps.
Ein echtes Chili bedarf Zeit. Da schneide ich Rindfleisch in feine Streifen, koche diese mild, um sie anschließend scharf anzubraten. Unter der Woche koche ich Chili aus gehacktem Fleisch der Hornträger.

Heute gebe ich euch mein Rezept für vier bis sechs Personen vom schnellen Chili.

Zutaten:

  • 750gr Hackfleisch
  • 2 große Zwiebeln
  • ein paar Scheiben kleingeschnittene Salami – je nach Größe und statt Speck
  • 1 Stange klein geschnittener Staudensellerie
  • eine Daumenlänge geraspelte Zucchini
  • eine geraspelte Möhre
  • 4 EL Tomatenmark
  • 400 ml passierte Tomaten
  • 2 kleine Dosen Kidneybohnen
  • 1 kleine Dose Mais
  • 2 Hände voll TK-grünen Bohnen
  • 2 bis 4 getrocknete Chilischoten
  • Cayennepfeffer, Paprikagewürz edelsüß und scharf, Salz, getrocknete oder frische Petersilie, Majoran, Branntweinessig, Zucker
  • 200 ml Wasser

Das Hackfleisch scharf anbraten und aus dem Topf nehmen. In dem Sud die gewürfelten Zwiebeln mit der Salami anbraten. Sellerie, Zucchini, Möhren und zerbröselte Chilischoten hinzugeben und weiter bruzzeln. Das ganze mit einem guten Schuss Branntweinessig ablöschen. Tomatenmark, Zucker und die restlichen Gewürze beigeben, mit Wasser ablöschen, verrühren. Etwa fünf Minuten köcheln lassen. Das Hackfleisch mit der Paste vermischen. Nochmal etwa zehn Minuten bei geringer Hitze blubbern lassen.
Mit den passierten Tomaten auffüllen, aufkochen lassen und bei schwacher Hitze mindestens eine Stunde köcheln lassen – ich bevorzuge eineinhalb bis zwei Stunden. Ab und zu umrühren.
Danach werden Mais und Bohnen untergemschischt und wenn diese die gleiche Temperatur wie das Hackfleisch haben, dann darf gegessen werden. Bei Bedarf nachwürzen. Wer es sehr scharf möchte, der kann jetzt Kreuzkümmel hinzugeben. Meine Erfahrung: ein Teelöffel ist arg viel, zwei Messerspitzen reichen aus.
Dazu kann man Reis, Baguette (da haben wir doch die französische Speise) oder wie wir Kartoffelecken essen.

Gestern wurde mein Chili ohne Mais eingerollt.

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Für die genannte Masse braucht man sechs bis acht Wraps. Das Chili darauf verteilen, Streukäse drüber streuen und einfach einrollen. Die Wraps in drei Teile schneiden, aufs Blech legen und nochmal mit Käse verzieren. Bei 180°Grad für etwa 15 bis 18 Minuten im Ofen backen, bis der Käse zerlaufen ist.

In diesem Sinne:

Der Geschmack ist die Kunst, sich auf Kleinigkeiten zu verstehen

Jean-Jacques Rousseau
(1712-1778)

Gehabt euch wohl

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