Nächtliche Fotografie

monate

Ich mag ja so ziemlich alles – auch die Nacht. Da ist es ruhig und der Blick in die Weiten des Universums besinnt mich. Vom Mond bin ich schon seit immer angetan. Seine stete Veränderung, die doch immer konstant ist und sich irgendwie auf uns Menschen auswirkt, fasziniert mich. Wie gerne würde ich diesen Himmelskörper einmal betreten. Nicht, um einen großen Schritt für die Menschheit zu tun, sondern eher würde ich gerne die Unendlichkeit des Weltalls aus einem anderen Blickwinkel betrachten – und nebenbei mal schauen, ob ich die Nase des Mannes im Mond finden kann.
Wie ich bereits schrieb, ist es für mich weiterhin eine Herausforderung den Mond zu fotografieren. Um ein Foto so zu knipsen, wie ich es gerne möchte, braucht es ein neues Objektiv, doch erstmal möchte ich kein Geld dafür ausgeben. Mein Teleobjektiv hat eine Brennweite von bis zu 300mm, das sollte auch reichen.

Beim letzten Vollmond habe ich meine Kamera aufs Stativ gestellt und los fotografiert. Tatsächlich kam dieses Bild als allererstes dabei heraus. Es ist ein Ausschnitt, es ist unscharf…

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Ich schoss noch ein paar Bilder und spielte mit dem Weißabgleich, aber besser wurde es nicht.

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Die einzige Wolke an diesem Abend ergab ein etwas anderes Bild.

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Da mir die Perspektive ansich nicht gefiel, versuchte ich mich noch an Nachtaufnahmen der Umgebung. Bei folgendem Bild war ich mal wieder überrascht, was ein Objektiv doch alles verändern kann. Links ist die Bushaltestelle der Schule sehr nah zu sehen, in der Ehrlichkeit ist sie aber noch dreihundert Meter entfernt und ich musste bei Tage erstmal schauen, ob man sie durch unser Fenster wirklich erblicken kann.

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Das nächste Bild habe ich acht Sekunden belichtet und für mich noch genau den Punkt getroffen, an dem der aufsteigende Rauch aus dem Kamin beweglich und nicht verschoben wirkt.

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Wir wohnen hier an einem sehr schönen kleinen Berg. Von dort aus kann man weit in unser Tal schauen. Der nächste Vollmond kommt und ich werde mich dann im Dunkeln auf den Weg nach oben machen, um dem Mond (der natürlich entgegengesetzt des Tales steht) noch ein Stück weit näher kommen zu können. Das habe ich schon lange vor. Mein Problem ist nur, dieser schöne kleine Berg ist eigentlich die letzte Ruhestätte der hiesigen Bewohner. Ein schönes Plätzchen für die Ewigkeit, doch in der Nacht könnte es etwas gruselig werden. So sehr ich Vampire und Werwölfe in Büchern und Filmen mag – sie sollen Geschichten bleiben und mir nicht in der Nacht begegnen. Obwohl…wenn es mir dann gelänge ein Foto zu schießen, dann wäre das ja sensationell *törröööö!

In diesem Sinne:

Im eigenen Gedanken suche die Wahrheit und nicht in morschen Büchern.
Willst du den Mond sehen, schaue zum Himmel und nicht in die Pfütze.

aus Asien

Gehabt euch wohl!

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