Ferienmodus an!

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Heute beginnen auch bei uns die Osterferien – etwas traurig, denn wir mussten unserem Elfjährigen den heiß ersehnten Kurzurlaub mit Oma und Opa nach Berlin absagen. Es sollte zum Länderspiel gehen…Deutschland gegen England. Nicht nur für Fußballfans legendär. Für einen großen kleinen Fußballfan mit englischen Wurzeln wäre das etwas ganz besonderes gewesen – und dann auch noch mit den besten Großeltern der Welt. Mein Mutterherz blutet, jedoch kann ich ob der Ereignisse der letzten Zeit mein Kind nicht dieser Gefahr aussetzen. Es muss nichts passieren, doch es kann…ich wollte einen ganz eigenen Beitrag zu der derzeitigen Welt veröffentlichen, der sogar schon geschrieben ist. Nur fehlt mir die Traute, ihn auch freizugeben.

Na gut, der Große akzeptiert es unter Tränen, freut sich nun auf den Osterhasen. So wie wir alle. Wobei der Wert dieser Zeit in den Ferien liegt. Ostern gibt es bei uns kein großes Brimborium. Zehn ganze Eier werden gefärbt, bzw bemalt und mit Stickern beklebt, da nur unsere Mamsell und ich gekochte Eier mögen. Ein Osterlamm wird gebacken, Sonntag in der Frühe werden Eier gesucht. Danach ist alles vorbei – Ostern zumindest, die Familienzeit beginnt.

Zwei Wochen in den Tag hinein leben. Morgens entscheiden, was wir unternehmen, abends noch eine lange Spielerunde oder einen Familienfilm anschauen. Zwischendrin Freizeit für jeden. Wir werden uns freuen und auch anzicken. Es wird heile Welt sein und Kinderstreit pur. Die Nächte werden freiwillig und gerne von den Kindern um sechs Uhr beendet. Zeit muss man genießen, das wissen schon unsere jüngsten Familienmitglieder. Glaubt bloß nicht, zur Schulzeit wird hier freiwillig um sechs Uhr aufgestanden…da muss Mutti Radau machen. In den Ferien ist das aber seltsamerweise anders. So früh hat man nämlich mit kurz vor und kurz nach zehn Hunger! Bärenhunger! Vorsehenderweise habe ich uns mit Müsli eingedeckt. Also diesem ungesunden Müsli, mit Zucker…da wo man nur Milch drauf schüttet und Kakao draus wird. Oder Zimtmilch. Oder Honigmich. Das kann man nämlich ohne Mama selbst zubereiten – und vor dem TV essen.

Ich habe die Ferien schon immer geliebt. Und obwohl für mich jeder Tag wie der vorherige aussehen müsste, bekomme ich am letzten Schultag das gleiche Gefühl wie noch vor fünfzehn Jahren, als ich selbst zur Schule ging – hui, man soll nicht lügen! Machen wir aus der fünfzehn eine zwanzig, dann stimmt es. Das war dann schon das Ende meiner Schulzeit. Mit einer dreißig wären wir dann an dem Zeitpunkt, an dem meine Tochter sich grade befindet. Holla die Waldfee, ist die kleine Maus schon so alt? ;)
Was ich oben so preisgebend schrieb, erlaube ich meinen Kindern gerne. Zu schön sind die eigenen Erinnerungen eben an dieses heimliche Fernseh kucken, in der Hoffnung, die Eltern liegen noch zwei Stündchen im Bett. Dass es gar nicht so heimlich war und meine Eltern damals davon wussten, kam mir erst mit den eigenen Kindern in den Sinn.
Aber – und das möchte ich ganz laut hier niederschreiben: zwei Stunden später ist meist der Tisch von den Kindern gedeckt und wir starten nochmal gemeinsam in den Tag.

Eigentlich fahren wir über Ostern immer in den Urlaub. Dieses Jahr hat es aus diversen Gründen nicht geklappt. Umso mehr freue ich mich, zwei Wochen lang hier bei uns lang nicht mehr gesehene Orte zu besuchen. Und vielleicht klappt es endlich mal mit dem Phantasialand. Das Wetter soll ja besser werden.

Hach, ich freue mich einfach. Noch ein klitzekleiner Einkauf liegt vor mir, dann wird schon die Haustür aufgerissen und ein lautes „FEEEEERRIIIIEN“ schallt durch das ganze Dorf. Eine Stunde später wird der Große es auch geschafft haben. Allerdings wird er die Tür mit den Worten „Was gibt es zu Mittag?“ öffnen.

In diesem Sinne:

Ich wünsche euch
FROHE OSTERN, SCHÖNE FERIEN und VIEL ZEIT MIT EUREN LIEBSTEN

Gehabt euch wohl!

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